Cocktailgläser-Arten: Welches Glas für welchen Cocktail?
Cocktailgläser lassen sich in drei Familien einteilen: Stielgläser für Drinks ohne Eis (Martiniglas, Cocktailschale, Nick & Nora), Bechergläser für Drinks auf Eis (Tumbler, Highball, Collins) und Spezialgläser für bestimmte Klassiker (Margarita-, Hurricane- und Ballonglas, Kupfer- und Tiki-Becher). Welches Glas zu welchem Cocktail passt, entscheiden drei Fragen: Kommt Eis ins Glas? Wie groß ist die Füllmenge? Ist Kohlensäure im Spiel? Für Bars, Hotels und Caterer kommt eine vierte dazu: Welche Formen brauche ich wirklich, und in welchem Material? Wer die Vielfalt der Cocktailgläser ordnen will, schaut zuerst auf die Bauform. Die Einteilung in Stielgläser, Bechergläser und weitere Trinkgefäße findet sich auch im Überblick zum Cocktailglas bei Wikipedia, der außerdem Wein-, Sour-, Likör- und Irish-Coffee-Gläser zu den Stielgläsern für Cocktails zählt. Die Logik dahinter ist einfach und praktisch: Für die Praxis heißt das: Wer die Rezepte auf seiner Karte nach diesen drei Kriterien sortiert (mit oder ohne Eis, kurz oder lang, mit oder ohne Kohlensäure), weiß sehr schnell, welche Glasformen er braucht. Cocktails in Stielgläsern werden in der Regel ohne Eis im Glas und damit auch ohne Trinkhalm serviert. Deshalb ist es üblich, Cocktailschalen vor dem Servieren zu kühlen. In der Bar heißt das: Gläser in den Gläserkühler oder vor dem Mixen mit Eis und Wasser füllen und kurz vor dem Abseihen leeren. Das Martiniglas ist die Ikone unter den Cocktailgläsern: ein konischer, V-förmiger Kelch auf langem Stiel, daher auch „Cocktailspitz“ genannt. Klassische Martinigläser fassen meist 150 bis 200 ml; die trichterförmige Variante ist seit den 1930er-Jahren verbreitet. Die V-Form hat einen sensorischen Grund: Laut Schweppes Deutschland fließt der Drink in einem breiten Strahl in den Mund, sodass sich die Aromen gut entfalten. Das Glas ist deshalb vor allem für hochprozentige, klassische Rezepte gedacht. Typische Drinks: Dry Martini, Manhattan, Gibson, Cosmopolitan, Appletini, Espresso Martini. Tipp für den Service: Lieber ein etwas kleineres Martiniglas wählen. Ein randvoll gefülltes großes Glas erwärmt sich schneller, als der Gast trinkt, und der weite Kelch verzeiht beim Tragen wenig. Die Cocktailschale, auch Coupette oder Coupe genannt, hat einen runden, weit geöffneten Kelch. Sie ist kleiner, als viele denken: Cocktailschalen fassen oft nicht mehr als 100 ml Flüssigkeit, bis zum Rand gemessen selten mehr als 200 ml. Gegenüber dem Martiniglas bietet sie laut Schweppes Deutschland etwas mehr Füllmenge und eignet sich daher auch für Drinks mit Saftanteil; manche Rezepte werden in der Coupette mit Schaumwein aufgefüllt. Praktischer Vorteil im Betrieb: Die runde Schale schwappt beim Tragen weniger als der spitze Kelch. Viele Bars setzen deshalb heute bei Sours und Shortdrinks lieber auf die Coupette. Typische Drinks: Daiquiri, Sidecar, White Lady, Aviation, Gimlet, Blood & Sand, Golden Cadillac. Das Nick-&-Nora-Glas ist eine kleine, tulpenförmige Schale mit höherem Rand. Es passt zu gerührten Klassikern in kleiner Menge und verzeiht beim Servieren noch mehr als die Coupette. Das Sektglas gehört ebenfalls auf jede Cocktailkarte: für French 75, Kir Royal, Bellini oder Mimosa. Die schlanke Form hält die Perlage lange im Glas. Ein bruchfestes Sektglas Disco mit 18 cl aus Tritan eignet sich für Empfänge und Außenbereiche, wo echtes Glas zum Risiko wird. Wer zu Stielglas-Klassikern einen kleinen Aperitif-Teller anbietet, kann sich bei Snacks zum Wein und Aperitif Anregungen holen: Geröstete Nüsse und Knabbereien passen zu Martini, Negroni & Co. genauso gut wie zum Glas Wein. Bechergläser sind die Arbeitstiere jeder Bar. Sie sind stabil, gut zu stapeln oder in Spülkörben unterzubringen und gehen seltener zu Bruch als Stielgläser. Der Tumbler ist niedrig, breit und hat einen schweren Boden. Das Single Old Fashioned (SOF) ist laut Schweppes Deutschland ideal für wenig Flüssigkeit mit viel Eis, damit Klassiker wie Old Fashioned, Negroni oder Sazerac lange kalt bleiben und nur langsam verwässern. Die größere Variante, das Double Old Fashioned (DOF), nimmt einen großen Eiswürfel oder Crushed Ice auf. Die Wände verjüngen sich nach oben nicht, der Drink kann also „atmen“. Das unterscheidet den Tumbler vom Nosingglas für pure Spirituosen. Typische Drinks: Old Fashioned, Negroni, Boulevardier, Whiskey Sour on the rocks, Caipirinha, Gin Basil Smash, White Russian. Das Longdrinkglas ist hoch, schmal und gerade. Diese Form ist kein Zufall: Weil die Öffnung im Verhältnis zur Füllmenge klein ist, entweicht wenig Kohlensäure. Deshalb ist es das Glas der Wahl für alles, was mit Tonic, Soda, Ginger Ale oder Cola aufgefüllt wird. In der Praxis haben Highballgläser meist um die 30 cl, wie unser Dia Highball mit 30 cl aus Polycarbonat. Typische Drinks: Gin Tonic, Cuba Libre, Mojito, Screwdriver, Dark ’n’ Stormy, Paloma, Long Island Iced Tea. Das Collinsglas ist der etwas höhere und schlankere Bruder des Highballs und hat seinen Namen von den Collins-Drinks. Wer eine reine Longdrink-Karte führt, kommt oft mit einem Highball aus; wer Fizzes und Collinses mit viel Eis und Soda serviert, profitiert vom zusätzlichen Volumen. Typische Drinks: Tom Collins, John Collins, Gin Fizz, Ramos Gin Fizz. Spezialgläser sind nicht zwingend, aber sie verkaufen. Ein Drink im typischen Glas wird auf Fotos geteilt und an Nachbartischen nachbestellt. Die Zuordnungen in der Tabelle folgen der gängigen Barpraxis, wie sie etwa der Gläser-Guide von Miomente zusammenfasst. Die Füllmengen für Martiniglas und Coupette stammen aus der Wikipedia, die übrigen sind übliche Richtwerte aus dem Barbetrieb. Zu Hause darf man für jeden Drink ein eigenes Glas haben. Im Betrieb zählen andere Dinge: Stückzahl, Bruch, Spülmaschine, Lagerplatz und Rechtssicherheit. Für die meisten Cocktailkarten reichen fünf Formen: Dazu kommen ein bis zwei Signature-Gläser, etwa Hurricane oder Kupferbecher, wenn die Karte entsprechende Drinks führt. Bei der Menge hilft eine einfache Rechnung: Wie viele Drinks dieser Glasart gehen an einem vollen Abend raus, und wie lange dauert ein Spülzyklus? Je nach Ablauf sollte ein Mehrfaches der Plätze im Umlauf sein, damit hinter der Bar nie das saubere Glas fehlt. Für den Innenbereich mit Tischservice bleibt klassisches Glas der Standard. Auf Terrassen, am Pool, im Strandbereich, auf Festivals und bei Events setzen viele Betriebe auf Polycarbonat oder Tritan. Diese Gläser sehen aus wie Glas, splittern aber nicht. Bei uns gibt es dafür etwa das Cocktailglas Disco im Martini-Stil mit 28 cl und das größere Cocktailglas Disco mit 40 cl für Longdrinks und fruchtige Cocktails mit viel Eis. Wer Getränke nach Volumen verkauft, muss in Deutschland zulässige Ausschankmaße verwenden. Die Eichaufsichtsbehörden stellen klar, dass im geschäftlichen Verkehr Ausschankmaße nach Mess- und Eichgesetz und Mess- und Eichverordnung eingesetzt werden müssen, in Gaststätten ebenso wie auf Weihnachtsmärkten oder Volksfesten. Das betrifft vor allem Longdrinks, Bier, Wein und Schnaps, die mit festem Volumen auf der Karte stehen. Achten Sie beim Einkauf deshalb auf Gläser mit passendem Füllstrich, wie beim Draft Bierglas mit 0,3-l-Füllstrich. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Glas für Ihre Karte zulässig ist, fragen Sie beim Eichamt Ihres Bundeslands nach. Rund um die Gläser braucht die Bar außerdem Shaker, Barsiebe, Jigger und Barlöffel. Das alles finden Sie in unserem Cocktailzubehör für die Bar. Wir sehen jeden Tag, wie Bars, Hotels und Caterer ihre Gläser einkaufen, und ein Muster wiederholt sich: Die Karte wird liebevoll geplant, die Gläser kommen zuletzt. Dabei entscheidet das Glas mit, wie der Drink beim Gast ankommt, wie schnell hinter der Bar gearbeitet wird und wie viel nach einer Saison noch im Regal steht. Unser Rat: Starten Sie mit wenigen Grundformen in großer Stückzahl statt mit zehn Formen in kleiner Menge. Ein gutes Highball, ein solider Tumbler und eine Coupette tragen den Großteil jeder Cocktailkarte. Für Terrasse, Pool und Events lohnt sich ein zweiter Satz aus Polycarbonat oder Tritan, damit Sie draußen genauso servieren können wie drinnen. Für Veranstaltungen, bei denen nur für einen Abend Hunderte Gläser gebraucht werden, bieten wir neben dem Kauf auch die Miete von Gläsern, Tellern und Besteck an. So muss ein Caterer nicht für jeden Großauftrag den Lagerbestand aufstocken. Rok In unserem B2B-Onlineshop finden Sie Gläser und Glaswaren für Bar, Restaurant, Hotel und Catering, von Longdrink- und Cocktailgläsern über Sektgläser bis zu bruchfesten Varianten aus Polycarbonat und Tritan, dazu zahlreiche Marken wie Arcoroc. Ab einem Bestellwert von 175 € ist der Versand kostenlos, und als Neukunde erhalten Sie einen Willkommensrabatt von 15 %. Stellen Sie Ihre Grundausstattung direkt im Euronova-Onlineshop zusammen oder fragen Sie für Ihre nächste Veranstaltung nach unseren Mietoptionen für Gläser. Man unterscheidet drei Familien: Stielgläser wie Martiniglas, Cocktailschale und Nick & Nora, Bechergläser wie Tumbler, Highball und Collins sowie Spezialgläser wie Margarita-, Hurricane- und Ballonglas, Kupfer- und Tiki-Becher. Die Form richtet sich danach, ob der Drink mit Eis serviert wird, wie groß er ist und ob er Kohlensäure enthält. Für die meisten Karten genügen Tumbler, Highball, Coupette oder Martiniglas, Ballonglas und Sektglas. Signature-Gläser wie Hurricane oder Kupferbecher kommen nur dazu, wenn die Karte die passenden Drinks führt. Wichtiger als viele Formen ist eine ausreichende Stückzahl je Form. Das Martiniglas hat einen spitzen, V-förmigen Kelch, die Cocktailschale einen runden, flachen. Beide sind für gekühlte Drinks ohne Eis gedacht. Die Coupette schwappt beim Tragen weniger und eignet sich gut für Sours und Drinks mit Saftanteil. Ja. Das Highball- oder Longdrinkglas ist sogar die klassische Wahl, weil die schmale Öffnung die Kohlensäure länger im Drink hält. Das Ballonglas ist die Alternative für die spanische Variante mit viel Eis und Botanicals. Wer Getränke mit festem Volumen verkauft, muss in Deutschland zulässige Ausschankmaße nach Mess- und Eichrecht verwenden, also in der Regel Gläser mit Füllstrich. Das betrifft vor allem Longdrinks, Bier, Wein und Schnaps. Im Zweifel gibt das zuständige Eichamt Ihres Bundeslands Auskunft.
Kurz gesagt
Inhaltsverzeichnis
Die drei Familien der Cocktailgläser
Stielgläser: Martiniglas, Coupette und Nick & Nora
Das Martiniglas

Die Cocktailschale (Coupette)
Nick & Nora, Sektglas und weitere Stielgläser
Bechergläser: Tumbler, Highball und Collins
Der Tumbler (Old Fashioned, Rocks)
Das Highball- oder Longdrinkglas
Das Collinsglas

Spezialgläser: Margarita, Hurricane, Ballon und Co.
Übersicht: welches Glas für welchen Cocktail
Glas
Form
Eis im Glas
Übliche Größe
Typische Cocktails
Martiniglas
V-förmiger Kelch, langer Stiel
nein
150–200 ml
Dry Martini, Manhattan, Cosmopolitan
Cocktailschale (Coupette)
runde, flache Schale, Stiel
nein
ca. 100 ml Ausschank
Daiquiri, Sidecar, White Lady
Nick & Nora
kleine Tulpe, Stiel
nein
klein
gerührte Klassiker
Sektglas
schlanker Kelch
nein
ca. 18 cl
French 75, Kir Royal, Bellini
Tumbler (SOF/DOF)
niedrig, breit, schwerer Boden
ja
klein bis mittel
Old Fashioned, Negroni, Caipirinha
Highball/Longdrink
hoch, gerade
ja
ca. 30 cl
Gin Tonic, Cuba Libre, Mojito
Collinsglas
höher und schlanker
ja
größer als Highball
Tom Collins, Gin Fizz
Margaritaglas
zweistufige, breite Schale
meist nein
mittel
Margarita, Frozen Margarita
Hurricane/Fancy
bauchig, kurzer Stiel
ja
groß
Piña Colada, Hurricane, Singapore Sling
Ballonglas
großer, runder Kelch
ja
groß
Aperol Spritz, Hugo, Gin Tonic
Kupferbecher
Becher aus Kupfer
ja
mittel
Moscow Mule, Mint Julep
Tiki-Becher
Keramikbecher
ja
mittel bis groß
Mai Tai, Zombie
Cocktailgläser für die Gastronomie: worauf es ankommt
Die Grundausstattung für eine Bar
Glas oder bruchfester Kunststoff?
Füllstrich und Eichrecht
Spülmaschine, Lagerung und Kühlung
Unsere Sicht aus der Praxis
Cocktailgläser bei Euronova bestellen
Häufige Fragen
Welche Arten von Cocktailgläsern gibt es?
Welche Gläser braucht eine Bar mindestens?
Was ist der Unterschied zwischen Martiniglas und Cocktailschale?
Kann man Gin Tonic auch im Longdrinkglas servieren?
Brauchen Cocktailgläser in der Gastronomie einen Füllstrich?
Quellen
Empfehlungen
